TG Höchberg Fußball e.V. 1919
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TG Höchberg  vs.  TSV Kleinrinderfeld   3 : 2   (1 : 1)


Aufstellung


 
P. Bloemer
('80 C. Schiebel)
A. Ullrich
 
D. Bufe
('85 T. Schmid)
D. Halbig
('65 J. Heberlein)
T. Rappl P. Christ
       
J. Stumpf M. Weißenseel
M. Grünewald P. Hügelschäffer
       
M. Wohlfart

Spielstatistik

Tore

2x Pascal Bloemer, Daniel Bufe

Assists

Daniel Bufe, Philipp Christ

Gelbe Karten

Dominik Halbig, Timo Rappl

Torfolge

0:1 (31.min) - TSV Kleinrinderfeld per Freistoss
1:1 (43.min) - Daniel Bufe per Kopfball (Philipp Christ)
2:1 (64.min) - Pascal Bloemer
3:1 (75.min) - Pascal Bloemer (Daniel Bufe)
3:2 (86.min) - TSV Kleinrinderfeld

Höchberg stoppt Aufsteiger Kleinrinderfeld - Der Neuling kas

Kein Durchkommen: Kleinrinderfelds Torjäger Peter Endres wird von den Höchbergern Johannes Stumpf (links) und Dominik Halbig (rechts) gestoppt.
Foto: Frank Kranewitter
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Foto: Frank KranewitterIm dritten Spiel hat es den TSV Kleinrinderfeld erwischt. Im Derby bei der TG Höchberg kassierte der Neuling beim 2:3 (1:1) die allererste Landesliga-Niederlage. Gastgeber TGH feierte den zweiten Sieg in Serie und schaffte durch seinen insgesamt 292 Landesliga-Erfolg schon einmal den Sprung in die erste Tabellenhälfte, wo sich die Höchberger – zwecks der Bayernliga-Qualifikation – allzu gerne festsetzen würden.

Am Freitagabend waren es vor der recht ordentlichen Derby-Kulisse von 620 Besuchern vor allem zwei Geistesblitze von Torjäger Pascal Bloemer, die in einer bisweilen sehr holprigen Partie den Unterschied zugunsten der Gastgeber machten. Zweimal war Bloemer wie aus dem Nichts vor dem Kleinrinderfelder Tor aufgetaucht und hatte jene beiden Treffer (64., 75.) erzielt, die die in der ersten Hälfte noch ausgeglichen Partie zugunsten des Favoriten kippen ließen. „Mir war klar, dass hier diejenige Mannschaft gewinnen wird, die weniger Fehler macht“, sagte Kleinrinderfelds Trainer Norbert Mahler danach: „Wir haben drei Fehler gemacht, die Höchberg eiskalt ausgenutzt und damit auch verdient gewonnen hat.“

Dabei durfte Mahler anfangs durchaus stolz sein auf sein Team. Ohne jede Furcht und Respekt waren die Kleinrinderfelder ins Derby gegangen. „Man hat gemerkt, dass sie zuletzt 5:1 gewonnen haben“, stellte TGH-Coach Horst Gensler fest. Während die Gastgeber in der ersten Spielhälfte nach einer ersten Chance durch Dominik Halbig (13.) kaum noch gefährlich vors Kleinrinderfelder Tor kamen, bereitete vor allem der erneut enorm umtriebige Kleinrinderfelder Torjäger Peter Endres den Gastgebern zunächst einige Probleme. Die Kleinrinderfelder Führung erzielte dann aber nicht Endres, sondern ausgerechnet ein Ex-Höchberger: Florian Streit, einst jahrelang bei der TGH in der Landesliga aktiv und heute beim TSV spielender Co-Trainer, traf mit einem Freistoß aus gut und gerne 25 Metern den Innenpfosten des TGH-Tores. Von dort sprang der Ball – wie Schiedsrichter Steffen Brütting feststellte – zur Gäste-Führung ins Tor. Höchberg wankte. Und wer weiß, wie die Partie geendet hätte, hätte nicht Neuzugang Daniel Bufe in der 43. Minute nach einer weiten Flanke von Matthias Weißenseel bewiesen, dass er auch ein ausgezeichneter Kopfballspieler ist, und bei Höchbergs einzig noch nennenswerter Chance vor der Pause aus 14 Metern zum 1:1 (43.) einköpfte. „Die erste Hälfte war schwach. Da haben wir zu pomadig gespielt“, so Gensler.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die bis dahin enttäuschenden Gastgeber merklich das Tempo. Doch oft blieben Höchbergs Angriffe im Mittelfeld stecken. Viel zu ungenau war das Passspiel der Hausherren. Lediglich bei einem Bufe-Alleingang musste TSV-Keeper Mathias Hollenbach sein ganzes Können aufbieten (57.). Einige Minuten später ließ Höchbergs Bloemer Hollenbach und Co. dann aber ganz alt aussehen. Als sowohl der TSV-Torwart als auch seine Vorderleute nach einem langen Ball in die TSV-Hälfte einen Sekundenbruchteil unaufmerksam waren, schaltete Schlitzohr Bloemer blitzschnell: Er warf sich förmlich zwischen Torwart und Verteidiger in den Ball und schob ihn aus 20 Metern am Boden liegend ins leere Tor (67.). Als acht Minuten später wiederum Bloemer in Abstaubermanier das 3:1 markierte, schien die Partie bereits entschieden.

Höchberg kontrollierte nun Ball und Gegner und hätte bei einer ganz dicken Gelegenheit durch Andreas Ullrich (81.) bereits alles klar machen können. Am Ende eines Nachbarschaftsvergleichs, bei dem es, nach harmloser erster Halbzeit, in der zweiten Hälfte dann noch etwas rustikaler wurde, wurde es dann doch wieder spannend. TSV-Angreifer Endres gelang per Kopf nämlich sein fünftes Saisontor. Eine echte Ausgleichschance hatte Kleinrinderfeld danach jedoch nicht mehr. Höchberg brache den knappen, am Ende aber auch verdienten Sieg über die Zeit. „Letztlich haben wir diesmal Lehrgeld bezahlt“, stellte TSV-Coach Mahler nach der Niederlage fest.


Quelle: www.mainpost.de
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