TSV Kleinrinderfeld vs. TG Höchberg 3 : 0 (1 : 0)
Aufstellung
| D. Bufe | P. Bloemer | ||
| J. Grieb ('58 C. Schiebel) |
A. Ullrich | ||
| M. Christ | M. Ebert | ||
| J. Stumpf ('83 J. Heberlein) |
M. Weißenseel | ||
| M. Grünewald | P. Hügelschäffer | ||
| M. Wohlfart | |||
Spielstatistik
Gelbe Karten
Mario Christ, Mathias WeißenseelRote Karten
Matthias Grünewald (21.Minute)Zuschauer
406Torfolge
| 1:0 (22.min) - | TSV Kleinrinderfeld |
| 2:0 (58.min) - | TSV Kleinrinderfeld |
| 3:0 (72.min) - | TSV Kleinrinderfeld |
Platzverweis bringt Höchberg in Kleinrinderfeld auf Verliere
Es waren 21 Minuten gespielt, als Matthias Grünewald von der TG Höchberg das Gesicht unter seinem Trikot verbarg und vom Platz schlich. Ihm war klar, dass er gerade den Zweikampf verloren hatte, der das Landesliga-Derby in Kleinrinderfeld entscheiden sollte (3:0). Nach einem Geistesblitz von Benedikt Engert stürmte TSV-Torjäger Peter Endres auf das Höchberger Gehäuse zu. Grünewald kam zu spät und riss die Kleinrinderfelder Lebensversicherung um – Rot wegen Notbremse und Elfmeter (21.). Hätte es das Schicksal gut mit den Höchbergern gemeint, dann hätte Matthias Wohlfart den Strafstoß nicht nur gehalten, sondern auch verhindern können, dass Endres im Nachschuss doch noch das 1:0 erzielte (22.). Doch es war nicht der Tag der Kracken, die einen Erfolg an diesem Tag einfach nicht verdient gehabt hätten.
Die Partie begann behäbig und ohne jegliche Höhepunkte in den ersten zwanzig Minuten. Es war eine feine Einzelleistung, die den Bann brach, als Engert das runde Leder mustergültig über die Abwehr lupfte und Endres in Szene setzte, der eben nur noch per Notbremse zu stoppen war und anschließend die Führung erzielte (22.). Nach dem Platzverweis zeigten sich die Gäste verunsichert und gerieten gegen gewohnt engagiert spielende Kleinrinderfelder unter Druck. Simon Lang hätte nach einer Ecke von David Schmieg noch vor der Pause auf 2:0 erhöhen können, setzte seinen Kopfball aber neben das Tor (36.). Auf der anderen Seite vergab Andreas Ullrich die einzig erwähnenswerte Chance der Gäste per Flachschuss (32.).
Nach dem Seitenwechsel hielt Kleinrinderfeld den Druck aufrecht und ließ die Kracken nicht zurück ins Spiel kommen. Bei einer besseren Verwertung der eigenen Konter hätte der TSV das Spiel auch schon eher entscheiden können. Endres setzte den Ball freistehend an den Pfosten (46.) und verfehlte das Tor knapp mit einem Freistoß (70.). Edwin Aber scheiterte in der 53. Minute noch an Wohlfart, machte es später aber besser, als er den Keeper der TGH zum 2:0 überlupfte (58.). Wieder war es der überragende Engert, der mit seinem Pass die Höchberger Abwehr überwunden hatte. Den Deckel machte Endres mit dem 3:0 in der 72. Minute drauf. Schmieg, der schon jetzt extrem wichtig für den TSV ist, leitete einen Konter über rechts ein und schickte eben jenen Engert, der den Ball auf Endres flankte und so an der Vorbereitung aller Tore direkt beteiligt war.
Zwar hatte Höchberg noch zwei Chancen durch Matthias Ebert (62.) und Pascal Bloemer (67.), insgesamt kam aber zu wenig von den Gästen, so dass der Sieg des TSV nie gefährdet schien. „Natürlich war die 21. Minute entscheidend. Danach waren wir im Spiel nach vorne limitiert. Am Ende haben wir verdient verloren“, so TGH-Trainer Thomas Karl nach der Partie. „Wir haben versucht, nach dem Platzverweis den Druck hoch zu halten, um Höchberg zu entmutigen. Bei einer besseren Chancenverwertung hätten wir das Spiel auch schon eher entscheiden können“, wusste TSV-Trainer Norbert Mahler den Erfolg zu erklären. Am Ende konnte man von Matchwinner Benedikt Engert sogar Töne hören, die in Kleinrinderfeld sonst zurückgehalten werden: „Wir haben bisher so erfolgreich gespielt – jetzt wollen wir auch aufsteigen!“ Es kann also sein, das Kleinrinderfeld die befreundeten Höchberger dauerhaft überflügeln wird. Wer hätte das vor der Saison gedacht?
Quelle: www.mainpost.de


