Nachruf - Raimund Braunreuther
20.01.2012 - Sebastian Genheimer
Nicht das Haben, nicht das Streben,
stellt den Wert des Menschen dar,
entscheidend ist in diesem Leben,
was der Mensch, dem Menschen war!
Lieber Raimund, dieses kleine Gedicht des Philosophen Friedrich Walther passt wie gemacht auf Dich und Dein Leben. In all deinem Tun waren Dir deine Mitmenschen immer sehr wichtig. Wie oft hast Du selbst zurückgesteckt, wenn es um das Wohl der Anderen ging.
Und da lag Dir neben Deiner Familie, die Gemeinde, die TG Höchberg-Fußball und die Partnerschaft mit Bastia/Umbria wohl besonders am Herzen.
Hier warst Du immer Ansprechpartner für all die kleinen und großen Wehwehchen unserer Spieler, Verantwortlichen, Betreuer und auch für die Jugend. Denn alle wussten, auf den Raimund kann man sich verlassen.
Das kam ja auch nicht von ungefähr! Du hast Spuren hinterlassen. Spuren die nicht nur deutlich sichtbar in der Höchberger Sportwelt bleiben, besonders sind es die Spuren in unseren Herzen, die bleiben.
Schon 1976 bist du in die TGH eingetreten und hast gleich fleißig bei den Alten Herren mitgekickt.
Aber auch die Turn- und Leichtathletikabteilung hatten in dir einen Vordenker und Förderer. 1976 bist du auch dort eingetreten und warst maßgeblich an der Umgestaltung des Leichtathletik-Bereichs tätig.
Im gleichen Jahr wurdest du auch Gründungsmitglied in der Tennisabteilung und warst dort über viele Jahre aktiv.
Nachdem die einzelnen Abteilungen unter dem Dach der TGH selbstständig wurden, hast du als Vorsitzender der Fußballer Verantwortung übernommen. Du warst von 1991 bis 2001 der Vorstand mit der bisher längsten Dienstzeit, die nach Meinung vieler Mitglieder eine sehr gute Zeit für die Fußballabteilung darstellte.
Mit viel Geschick und viel Diplomatie, so wie man Dich in Höchberg kennt, hast du auch die Fußballer nach außen vertreten und Dein Geschick für Organisation nach innen wirken lassen.
Besonders hervorheben möchte ich Dein Engagement in der Partnerschaft zwischen den Fußballmannschaften von Höchberg und Bastia-Umbria. Der Ausbau und die Vertiefung zwischen beiden Teams führten inzwischen zu vielen persönlichen Freundschaften.
Zahlreiche gegenseitige Besuche der 1. Mannschaften, der Alten Herren und natürlichen den Teams der Jugendabteilung waren stets ein unvergessliches Erlebnis. Vor allem werde ich die lautstarken Verabschiedungen der Italiener, insbesondere der Jugend vermissen, sowohl in Italien wie auch in Höchberg, wenn sie Dich lieber Raimondo haben Hoch leben lassen.
Für uns Fußballer bleibst Du eingeschlossen in unseren Herzen. Du warst und bleibst uns als Vorbild und väterlicher Freund für alle Zeiten.
Es ist für uns alle, für alle die Dich kannten, unfassbar warum ausgerechnet ein Mensch wie Du so früh gehen musste.
Wir teilen den Schmerz und die Trauer mit den Angehörigen und werden Dir in der TG Höchberg immer ein ehrendes Gedenken widmen.
Raimund, ich wünsche Dir einen ewigen Frieden und sage danke, dass es Dich gegeben hat, dass wir alle Deine Kraft und Wärme fühlen durften.
Ruhe in Frieden, Deine Kameraden der Fußballer und der Turngemeinde Höchberg.
Höchberg, den 17.01.2011
Quelle:TG Höchberg/Vorstand Conny Harant
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